TI-Flow Engineering Foundation

BPMN Workflow Runtime für TI-Flow-orientierte Fachdienste.

MEMM verbindet eine verteilte BPMN-Ausführung mit stabiler VBucket-Zuordnung, shard-lokalen Transaktionen, explizitem Failure Containment und wiederaufnehmbarer Migration. Draft_TI-Flow_26_2 dient dabei als externe Entwicklungsreferenz und stellt keinen Konformitäts- oder Zulassungsnachweis dar.

Implemented workflow foundation
workflow_idbucket_idshard_idAusführungsgrenze
BoundedVBucket space
Shard-localwrite & queue path
Fail-closedrouting invariants

Technischer Stand: implementierte BPMN/VBucket Runtime Foundation · Website-Mapping geprüft 23.08.2026

Runtime Foundation

Fünf technische Eigenschaften, die bereits unterhalb eines TI-Flow-Fachdienstes nutzbar sind.

Die Aussagen beziehen sich auf die implementierte Workflow-/Sharding-Foundation. Sie werden bewusst nicht zu einer vollständigen TI-Flow-, HCC-, ZETA- oder FHIR-Konformitätsaussage erweitert.

01

Stabile VBucket-Platzierung

Ein begrenzter virtueller Bucket-Raum ordnet Workflows stabil über workflow_id → bucket_id → shard_id einer benannten Ausführungsgrenze zu. Die konkrete Bucket-Anzahl und physische Topologie bleiben deployment- und versionsgebundene Implementierungsdetails.

02

Shard-lokaler Write Path

Workflow State, Jobs, Timer, Subscriptions, Journal sowie Effect-/Outbox-Datensätze bleiben im Ausführungspfad auf dem zuständigen Shard. Distributed JOINs und distributed writes gehören nicht in den Execution-Hot-Path.

03

Per-shard Queues & Worker

Worker arbeiten ausschließlich innerhalb ihrer zugeordneten shard-lokalen Ausführungsgrenze; Jobs werden dort kontrolliert beansprucht und ausgeführt. Wakeup-, Recovery- und Scheduling-Mechanismen bleiben interne Runtime-Details.

04

Failure Containment

Ownership, Leases und Fencing begrenzen Ausführung auf den zuständigen Shard. Ein Fehler in einer Worker-/Shard-Domain wird als eigener Betriebszustand sichtbar, statt still auf eine andere Datenbankgrenze auszuweichen.

05

Recoverable Migration

Bucket-Migration folgt einem expliziten, wiederaufnehmbaren Ablauf mit Draining, Copy, Verification und Locked Cutover. Crash/Restart- und Recovery-Semantik sind Teil des Migrationsprotokolls.

Kein semantischer Datentyp-Bucket

VBuckets sind Routing- und Placement-Primitives. Bereiche wie „medizinisch“ oder „Finanzbuchhaltung“ werden nicht allein durch feste Bucket-Nummernbereiche zu Datenschutz- oder Mandantengrenzen.

Execution Model

Lokale Transaktionen im Hot Path. Verteilte Reads nur mit expliziter Semantik.

CommandWorkflow / Taskworkflow_id / correlation
ShardManagerVBucket Routingversioned topology · fail-closed
OwnerShard-local Txstate · queue · journal · effects

Write / Execution

  • kein distributed JOIN/write im Execution-Hot-Path
  • State + Job innerhalb der zuständigen lokalen Transaktionsgrenze
  • wrong-shard / unknown-owner wird explizit abgelehnt
  • Auth-, Tenant- und Request-Kontext bleibt Teil der Routing-Grenze

Read / Operate

  • cross-shard Reads als bounded scatter-gather
  • deterministischer Merge und pagination-aware Ergebnisvertrag
  • partial failure wird sichtbar statt als leeres Ergebnis versteckt
  • Topology-Version bleibt Teil der Einordnung
EinordnungShard-lokale Transaktionen und Failure Domains sind technische Ausführungsgrenzen. Sie ersetzen weder HCC-Isolation noch Datenschutz-, Mandanten-, Vertrags- oder Zulassungsanforderungen.
Migration Safety

Recoverable Cutover statt pauschaler Zusage unterbrechungsfreier Migration.

Migration wird als kontrollierter Protokollablauf behandelt. In besonders sensiblen Phasen können neue Kommandos bewusst fail-fast/retryable behandelt werden, um Split-Brain oder unklaren Besitz zu vermeiden.

01Drainingneue Claims begrenzen
02Copyresumable chunks
03Verifycounts / checksums / semantics
04Lockedkurzer Cutover
05Targetneuer Owner

Crash / Restart

Checkpointed Phasen sind so angelegt, dass ein Coordinator nach Restart einen eindeutigen Fortsetzungs- oder Fehlerzustand bestimmen kann.

Source / Target Failure

Vor einem verifizierten Cutover bleibt Source Ownership maßgeblich; ein Netzwerk- oder Datenbankfehler darf nicht als erfolgreiche Migration erscheinen.

Split-Brain Guard

Versionierte Topologie, Locked Cutover und Fencing dienen dazu, gleichzeitig aktive Owner derselben Bucket-Domain zu verhindern.

Draft_TI-Flow_26_2

Die Runtime ist eine Grundlage – der offizielle TI-Flow-Scope ist breiter.

Die gematik-Vorabveröffentlichung vom 30.06.2026 umfasst TI-Flow-Fachdienst, HCC-Cluster, Inbetriebnahme-Konzept, Produkt-/Anbietersteckbriefe und mehrere FHIR Implementation Guides. Diese Ebenen werden nicht automatisch aus der BPMN/VBucket Runtime abgeleitet.

Externer TI-Flow-VertragFHIR APIs · Profile · fachliche OperationenDraft_TI-Flow_26_2 Entwicklungsreferenz
Security / Service ContextHCC · ZETA · Identität · Signatur · Betriebseparat source-bound und deploymentbezogen zu bestätigen
MEMM IntegrationsgrenzeProfile / Validation / Authorization / Workflow Translationprojektspezifische Abbildung auf Runtime-Verträge
Implementierte FoundationBPMN Workflow Runtime · Distributed Execution Foundationshard-lokal · fail-closed · recoverable migration

Was diese Seite bereits behauptet

  • implementierte VBucket-/Sharding-Workflow-Foundation
  • begrenzter VBucket-Raum und stabile Workflow-Zuordnung
  • shard-lokale Execution- und Queue-Grenzen
  • explizite Failure-/Ownership-/Migration-Semantik

Was daraus nicht automatisch folgt

  • vollständige Umsetzung des TI-Flow-Fachdienstes
  • HCC- oder ZETA-Konformität
  • vollständige FHIR-IG-/QES-/Fachprofil-Abdeckung
  • Zulassung, Providerfreigabe, unterbrechungsfreier Betrieb oder DSGVO-Garantie
Fail-closed Runtime

Unklare Topologie ist ein Fehlerzustand – kein Anlass für stilles Fallback.

Die technische Foundation behandelt unbekannte Shards, fehlende Owner, stale Ownership und ungeklärte Migration als explizite Zustände. ZETA-spezifische Validierung wird daraus nicht abgeleitet.

Topology

Unvollständige oder widersprüchliche aktive Topologie wird nicht als normaler Routingzustand behandelt.

Ownership

Local/remote ownership und Fencing begrenzen Ausführung auf den benannten Owner.

Tenant Context

Auth-, Tenant-/Project- und Request-Metadaten gehören zur Routing-Grenze und dürfen nicht still verloren gehen.

ZETA Boundary

ZETA bleibt externer TI-2.0-/TI-Flow-Kontext. Eine vollständige ZETA-Validierung oder Konformität wird hier nicht behauptet.

Synthetische Designstudie

Workflow- und TI-Flow-Betrieb als gemeinsame technische Sicht.

Die Darstellung ist ein UI-Konzept mit synthetischen Daten. Sie zeigt keine reale TI-Flow-Instanz, keine gematik-Prüfung und keine gemessenen Betriebswerte.

Concept UI · synthetische Daten

Workflow / Runtime View

Beispielhafte Perspektive auf Prozesszustand, technische Ausführung und Betriebsgrenzen.

TI-Flow nicht mit einem Marketingclaim beginnen. Mit dem technischen Scope.

Wir können FHIR-/Service-Vertrag, Security-/HCC-Kontext, Workflow Translation und die bereits implementierte Runtime Foundation getrennt gegen Ihren Zielkontext einordnen.

TI-Flow Architektur-Scope besprechen →
Einordnung: Matrix, FHIR®, TI, TI-M, TI-Flow, ZETA, ePA und gematik bezeichnen externe Standards, Infrastrukturen oder Integrationskontexte. Keine Zertifizierung, Zulassung oder Beauftragung durch gematik oder eine andere Behörde wird behauptet. Unterstützte Profile, Versionen und Betriebsgrenzen werden vor einem Einsatz schriftlich bestätigt.