Headless Client

TI-Messenger Headless Client für PVS, KIS und Contact Center

Ein Headless Client kann Kommunikationsfunktionen als lokale Produktkomponente in ein Primärsystem einordnen, ohne eine zweite sichtbare Anwendung zu schaffen. Im gebundenen R1001-Stand liegt der feste verantwortungsbegrenzte Messenger-Denominator bei 63/63 Domänen mit 100% Breadth und 100% Core Foundation. Davon getrennt bleibt der definierte Katalog von 37 aktuellen Produktoperationen source-local über Rust, Flat C ABI sowie Java 21 Panama, Kotlin und Swift abgebildet; R1001 weist zusätzlich 9/9 Call-Domänen aus; Signalisierung und Call-Media-/Session-Facts laufen über die bestehende Messenger-Operation-Grenze, während die eigentliche WebRTC-Media-Laufzeit beim integrierenden System bleibt. Release- und Providerfreigaben bleiben separat.

Themen: TI-MessengerHeadless ClientPVSKISContact Center

Was ist die eigentliche Integrationsfrage?

Für Hersteller von PVS, KIS oder Contact-Center-Lösungen ist nicht nur entscheidend, ob Messaging technisch möglich ist. Entscheidend ist, an welcher Grenze Lifecycle, Identität, Zustände, Fehler und Updates zwischen Primärsystem und Headless-Komponente übergeben werden.

Die öffentliche MEMM-Architektur beschreibt deshalb zuerst die lokale Produktgrenze und erst danach einzelne Protokoll- oder Plattformdetails. Das reduziert implizite Annahmen darüber, welcher Teil des Gesamtsystems welchen Zustand besitzen oder betreiben soll.

Welche Fragen sollten vor einer Integration beantwortet sein?

  • Welche lokale API- oder Binding-Grenze wird für den konkreten Release unterstützt?
  • Wer besitzt Session-, Geräte-, Update- und Diagnoseverantwortung?
  • Welche externen Profile und Versionen gehören zum vereinbarten Scope?
  • Welche Zustände werden an das Primärsystem zurückgegeben und welche bleiben innerhalb der Produktgrenze?

Welche Funktionsbereiche bildet der aktuelle Katalog ab?

  • Produktinformation, Service-Account und Session-Lifecycle.
  • Directory-/Discovery-Funktionen einschließlich FHIR-VZD-bezogener Zuordnungen und Suche.
  • Messaging, Historie, Bearbeitung und Redaktionsvarianten.
  • Räume, Einstellungen, Mitgliedschaft und State-Events.
  • Media-Upload und authentisierter Abruf.
  • Explizite Authorization-Modi sowie Allow-/Block-Listen.

Wie ist 63/63 Messenger-Abdeckung einzuordnen?

  • 26 Core-Foundation-Domänen bilden Lifecycle, Updates, Projektionen, Conversation/Timeline, Delivery, Rooms, Realtime, Media, Search sowie E2EE-/Cache-Grundlagen ab.
  • 9 Account-/Room-Safety-Domänen decken Profile, Safety, Pins, Bookmarks, Permalinks, Directory/Aliases, Preferences und Device Sessions im deklarierten Scope ab.
  • 15 Rich-/Presentation-Domänen umfassen Polls, Location, Voice, Stickers sowie Accessibility-, Locale-, Theme-, Composer- und Darstellungszustände.
  • 9 Call-Domänen decken Availability, Invite, Ringing, Session, Participants, Media State, Permissions, Transport und Encryption innerhalb der deklarierten Verantwortung ab; 4 weitere Domänen betreffen Widgets, Bridge State, Bot Integrations und Integration Permissions.
  • Die Call-Surface nutzt die bestehende Messenger-Operation-Grenze: fünf Signalisierungsoperationen plus elf Media-/Session-Operationen, ohne den separaten 37/37-Produktoperationszähler künstlich zu erhöhen.
  • Die 63-Domain-Abdeckung ist ein eigener Messenger-Denominator und nicht identisch mit dem 37-Operationen-Host-/Native-Katalog.

Einordnung zu Draft_TI-Messenger_26_2

Die laufende Entwicklung berücksichtigt ausgewählte Anforderungen der gematik-Vorabveröffentlichung Draft_TI-Messenger_26_2 und den dort beschriebenen Headless-Client-Produkttyp als Entwicklungsreferenz. Eine solche Referenz ist keine Aussage über vollständige Umsetzung, Konformität, Zertifizierung, Zulassung oder allgemeine Verfügbarkeit.

Was hier ausdrücklich nicht behauptet wird: R1001 weist 63/63 Messenger-Domänen sowie 100% Breadth und 100% Core Foundation ausschließlich innerhalb des festen verantwortungsbegrenzten Denominators aus. Der separate 37-Operationen-Katalog bleibt die source-bound Host-/Native-Produktoperationsgrenze; Calls werden zusätzlich über die bestehende Messenger-Operation-Grenze mit 9/9 Call-Domänen und einer getrennten Signaling-/Media-Session-Surface abgebildet. Daraus werden weder vollständige TI-M-Spezifikationsabdeckung noch Produkt-Funktionsvollständigkeit, Release-Reife, Zertifizierung, Zulassung oder Provider-Interoperabilität abgeleitet.