Integration Contracts

Versionierte API-Verträge und Capability Negotiation in Health-IT-Integrationen

Versionierte Integrationsverträge machen sichtbar, welche API-Version, Fähigkeiten und Fehlerzustände ein Host tatsächlich verwenden darf. Im MEMM-Entwicklungsmodell werden Capability- und Fehlergrenzen explizit beschrieben, statt unbekannte Versionen oder Funktionen stillschweigend als kompatibel zu behandeln.

Themen: API VersioningCapability NegotiationTyped ErrorsLifecycleHealth IT

Vier Ebenen eines Integrationsvertrags

Ein belastbarer Vertrag besteht nicht nur aus Funktionsnamen. Er verbindet die API-Oberfläche mit Datenformaten, erlaubten Lifecycle-Zuständen und stabilen Fehlerklassen. Dadurch kann eine Anwendung eine unbekannte oder nicht freigegebene Kombination ausdrücklich ablehnen.

  • API/SDK: aufrufbare Oberfläche und Version.
  • Daten/Profile: erwartete Eingaben und begrenzte Formate.
  • Lifecycle: erlaubte Zustandsübergänge und Ownership.
  • Fehler: stabile Ablehnungs- und Wiederholungssemantik.

Capability Negotiation statt impliziter Kompatibilität

Wenn ein Host explizit nach einer Capability fragt, kann die Produktgrenze eine nicht bekannte oder nicht unterstützte Fähigkeit als eigenen Zustand behandeln. Das ist für langfristige OEM-Integrationen besser nachvollziehbar als ein stiller Fallback auf vermeintlich ähnliche Funktionen.

Was hier ausdrücklich nicht behauptet wird: Die Beschreibung ist ein Architekturprinzip. Welche API-Versionen und Capabilities öffentlich unterstützt sind, ergibt sich ausschließlich aus dem jeweils freigegebenen Release- und Integrationsscope.